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Gemeinsamer Unterricht

Eltern wünschen vermehrt, dass ihr behindertes Kind in der allgemeinen Schule unterrichtet wird. Auf Grund der positiven Erfahrungen des Schulversuchs „Gemeinsamer Unterricht“ hat der Landtag 1995 das Gesetz zur Weiterentwicklung der sonderpädagogischen Förderung in Schulen verabschiedet. Dieses Gesetz ermöglicht gemeinsamen Unterricht, wenn die erforderlichen

  • personellen Voraussetzungen (Lehrerstunden für die sonderpädagogische Förderung und - wenn notwendig - anderes Personal, z.B. medizinisch-therapeutisches Personal, Pflegekräfte) und

  • die sächlichen Voraussetzungen (z.B. notwendige zusätzliche Räume, sanitäre Einrichtungen, Rampen, Unterrichtsmittel oder besonders ausgestattete Arbeitsplätze) an der allgemeinen Schule vorliegen oder geschaffen werden können.

  • Der Schulträger (als Träger für die Sachkosten und das nicht-lehrende Personal) muss dem gemeinsamen Unterricht zustimmen.

Im gemeinsamen Unterricht lernt ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf zusammen mit nicht behinderten Kindern in einer allgemeinen Schule. Hierzu erhält die Lehrkraft der allgemeinen Schule, z.B. die Grundschullehrerin, Unterstützung durch eine Sonderschullehrkraft. Falls die Behinderungen der Kinder sehr schwer sind, kommt zusätzlich ein Integrationshelfer hinzu. Die Gemeinde Altenberge hat der Einstellung einer Sozialpädagogin zugestimmt. Diese Kollegin arbeitet in der Integrationsklasse mit der schwersten Behinderung mit. Die Kolleginnen erstellen gemeinsam einen Förderplan für die Kinder. Sie unterrichten zeitweise zusammen in der Klasse. Die Stundenanzahl richtet sich nach der Zahl der behinderten Kinder und nach der Schwere der Behinderungen.

Kann ein Kind mit sonderpädagogischem Förderbedarf das Bildungsziel der Grund- oder Hauptschule oder einer anderen Schule im Sekundarbereich I erreichen, so wird die Förderung zielgleich genannt. Wird es nach dem Bildungsziel einer Schule für Geistigbehinderte oder einer Schule für Lernbehinderte unterrichtet, so wird die Förderung im gemeinsamen Unterricht zieldifferent genannt.

In der Grundschule kann gemeinsamer Unterricht zielgleich und zieldifferent erfolgen, wenn die o.g. Voraussetzungen erfüllt sind.

In der Borndalschule findet in jeder Jahrgangsstufe Gemeinsamer Unterricht statt. In den entsprechenden Klassen befinden sich fünf bis acht Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf, die je nach Beeinträchtigung zielgleich oder zieldifferent unterrichtet werden. In jeder Klasse unterrichtet ein Team aus Grundschullehrerin und Sonderschullehrerin, die gemeinsam für alle Schüler verantwortlich sind. In einer Klasse wird das Team durch eine Integrationskraft ergänzt.

In einer wöchentlichen Teamsitzung werden die Unterrichtsinhalte mit den notwendigen Differenzierungen gemeinsam geplant. Hierbei wird besonderer Wert auf handlungsorientierten Unterricht gelegt, um besser auf die Förderbedürfnisse der Schüler eingehen zu können. Für die sensorisch beeinträchtigten Schüler werden zusätzliche Medien wie PC (spezielle Programme), Microportanlage, Overheadprojektor, usw. eingesetzt.

Neben der inneren Differenzierung findet auch eine Förderung in Kleingruppen statt, in der spezifische Förderbedürfnisse berücksichtigt werden (Grapho- und Mundmotorik, Förderung der Lese- und Rechenkompetenz, auditive Übungen, Training des Lern- und Arbeitsverhaltens und Förderung der Selbstständigkeit und des Selbstwertgefühls).

Bei gleichen Förderschwerpunkten wird auch klassenübergreifend gearbeitet. So nehmen z.B. am Kochunterricht der Klasse 1 Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf der Klasse 2 teil.

In der Borndalschule finden regelmäßig Fachkonferenzen GU statt, in denen sich die am GU beteiligten Lehrkräfte austauschen und verschiedene Maßnahmen planen. Z.B. werden kompetente Fachleute eingeladen, die zu spezifischen Themen Fortbildungen durchführen (Vertreter der Schwerhörigenschule, Logopäden) Diese Fortbildungen werden bislang aus Spendengeldern finanziert.

Weiterhin werden Wünsche und Anregungen für das Schulamt gesammelt, um auf die besondere Problematik des GU hinzuweisen.